Zuckerfreier Sirup

Die Alternative zum herkömmlichen Sirup

Normaler Sirup enthält Haushaltszucker (Saccharose) im Verhältnis 1:1. Jede Hausfrau weiß, dass dieses Mischungsverhältnis der Haltbarkeit dient. Zuckerfreier Sirup, bedeutet weniger Saccharose, also geringere Haltbarkeit. Im schlimmsten Fall droht sogar Schimmelbildung.

Eine gute Alternative ist aber Sukrin, ein natürlicher Zuckerersatzstoff mit annähernd, gleicher Süßkraft wie normaler Zucker. Da Sukrin im Gegensatz zu künstlichen Süßstoffen auch bei hoher Dosierung keine gesundheitlichen Beschwerden verursacht, kann man den im Sirup gewöhnlich enthaltenen Haushaltszucker damit vollständig ersetzen. Die Haltbarkeit des Sirups wird dabei nur geringfügig beeinträchtigt. Sukrin kommt im menschlichen Körper natürlich vor und ist schon deshalb gut verträglich. Aber Sukrin hat noch weitere Vorteile gegenüber Zucker. Es erhöht nicht den Blutzuckerspiegel und ist außerdem völlig kalorienfrei.

Zuckerreduzierter oder zuckerfreier Sirup lässt sich auch herstellen durch Verwendung eines weiteren allgemein bekannten Zuckerersatzstoffes: Birkenzucker (Xylit). Herkömmlicher Haushaltszucker kann mit Xylit teilweise ersetzt oder auch im Verhältnis 1:1 vollständig getauscht werden. Xylit kommt als natürlicher Bestandteil in vielen Früchten und Gemüsesorten und in geringen Mengen auch im menschlichen Körper vor und ist daher ebenfalls gut verträglich. Xylit hat außerdem eine ganz besondere Eigenschaft. In wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen dass Xylit beim Menschen Karies reduzieren kann.

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Das Wort Sirup kommt aus dem lateinischen siropus und bedeutet Zuckersaft. Sirup wird aus Zuckerwasser, Fruchtsäften oder auch Pflanzenextrakten, z.B. Mais, Kartoffeln, oder Reis hergestellt und enthält gewöhnlich immer Zucker.

Der Zuckerkonsum in Deutschland liegt bei ca. 35 kg Zucker pro Kopf im Jahr. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das entschieden zu viel, ein zu hoher Zuckerkonsum bringt erhebliche gesundheitliche Nachteile mit sich. Zucker reduziert die Produktion des körpereigenen Hormons Leptin, das den Appetit reguliert und begünstigt die Ansammlung von Körperfett. Zucker beschleunigt die Alterung, vermindert die Elastizität der Haut und begünstigt damit die Bildung von Falten. Und last not least zu viel Zucker kann Diabetes, Bluthochdruck und Gicht verursachen.

Gewöhnlicher Haushaltszucker hat dabei den übelsten Ruf. Seine schädigende Wirkung auf die Zähne ist allgemein bekannt. Die negativen Auswirkungen von Zucker lassen sich jedoch weitest gehend vermeiden, wenn man den Zucker im Sirup durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt.

Stevia Sirup

Nur der Vollständigkeit halber soll eine andere Zuckeralternative hier aber nicht unerwähnt bleiben, die Süßstoffe. Dabei handelt es sich um natürliche oder synthetische Ersatzstoffe für Zucker, wie zum Beispiel Saccharin, ein beliebter Süßstoff den es bereits seit 1878 gibt, oder Aspartam ein weiterer Süßstoff, der sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreut. Beide Stoffe sind nicht kariogen (Kariesfördernd) und beeinflussen den Blutzuckerspiegel nicht. Ein weiterer Süßstoff ist Stevia, auch bekannt als Honigkraut, eine Pflanze die ursprünglich aus Südamerika stammt und deren Süßkraft die von Zucker um ein Vielfaches übertrifft. Wenige Tropfen Stevia entsprechen bereits einem gehäuften Löffel Zucker. Zuckerfreier Sirup aus Stevia Blättern, wird bereits seit vielen Jahrhunderten von südamerikanischen Indianern und insbesondere auch in Asien als Zuckerersatz zum Süßen von Speisen und Getränken verwendet.

In der EU ist Stevia als Süßstoff seit November 2011 zugelassen, allerdings recht teuer. Stevia-Sirup kann selbst hergestellt werden. Dafür werden nur die Blätter benötigt. Da Stevia-Blätter als Produkt leider noch nicht zugelassen sind, bleibt nur die Möglichkeit die Pflanze selber anzubauen. Obwohl Stevia gewöhnlich in den Subtropen wächst, ist ein Anbau auch in unseren Breiten möglich. Jungpflanzen kann man in Gärtnereien und über den Versandweg bekommen. Für eine erfolgreiche Zucht genügt ein sonniger Standort. Durch Einkochen des Stevia Extrakts aus den Blättern gewinnt man den zuckerfreien Sirup, einen dunklen, dickflüssigen Saft mit lakritzartigem Geschmack, der zum Süßen von Speisen und Getränken gut geeignet ist.

Die Inhaltsstoffe im Stevia-Sirup haben praktisch keine Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und sind daher diabetikergeeignet. Wissenschaftliche Studien zeigten auch dass die in Stevia enthaltenen Wirkstoffe sowohl herzstärkend, als auch gegen Bluthochdruck, Übergewicht und Sodbrennen wirksam sind. Zwar gibt es noch keine Langzeitstudien über mögliche schädliche Nebenwirkungen, dennoch kann Stevia ohne Bedenken als Zuckerersatz verwendet werden, wenn die erlaubte Tagesdosis (ADI) nicht überschritten wird. Der von den Behörden festgelegte ADI-Wert für Stevia liegt bei 4 mg/kg Körpergewicht pro Tag.

Da Süßstoffe im Allgemeinen aber um ein Vielfaches süßer als Zucker sind, (z.B. Aspartam 200 Mal, Saccharin 300 Mal und Stevia sogar bis zu 450 Mal), können sie nur in geringen Mengen verwendet werden und sind daher für die Herstellung von zuckerfreiem Sirup nicht geeignet. Möchte man den Zuckeranteil im Sirup lediglich reduzieren, sind Süßstoffe hingegen bestens geeignet.

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