Vanille Sirup

Das richtige für den guten Morgen Kaffee

Vanille Sirup selber machen

Für die Herstellung von Vanille Sirup braucht man nicht viel. Das meiste Aroma steckt neben dem Mark der Vanille in der Kapselhülle. Deswegen die Schote immer mitkochen, um ein noch intensiveres Aroma zu erhalten. Aufgrund der Anbauländer, der Vergütung und Arbeitsbedingungen sollte beim Kauf der Vanille auf das Fairtrade-Siegel geachtet werden. Er lässt sich leicht zu Hause herstellen.

Sie benötigen dafür:

250 Gramm Zucker, 250 Gramm Wasser, 1-2 Vanilleschoten

Die Vanilleschote(n) der Länge nach aufschneiden und das Vanillemark auskratzen. In einen Topf geben Sie den Zucker, das Wasser, das Vanillemark und die Vanilleschoten. Alles zusammen aufkochen und für etwa 15 Minuten köcheln lassen. Nach Ablauf der Zeit können Sie den Vanillesirup in ein vorbereitetes Gefäß abfüllen. Wegen der Haltbarkeit ist es sinnvoll, das Gefäß vor Gebrauch mit heißem Wasser auszuspülen.

Der Sirup ist ein paar Wochen haltbar. Sie sollten ihn Licht geschützt und kühl lagern.

Fertiger Vanillesirup

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Tipps:

– Selbst gemacht ist der Vanillesirup heller als der gekaufte. Wer ihn gerne dunkler mag, kann den Zucker erst karamellisieren und dann das Wasser und die Vanille hinzugeben. Vorsicht! Geschmolzener Zucker ist sehr heiß. Darum das Wasser vorsichtig hinzugeben, wegen der Dampfentwicklung.

– Die Farbe wird mit Zuckercouleur noch einige Nuancen dunkler

– In heißem Zustand ist der Sirup flüssiger. Um zu testen, ob er die richtige Konsistenz hat, entnehmen Sie einen Löffel der Flüssigkeit und lassen Sie diese abkühlen. So können Sie feststellen, ob er fertig ist oder noch weiter einkochen muss.

– Bei Bedarf können Sie die Vanilleschoten heraus sieben

– Die herausgenommenen Schoten müssen Sie nicht entsorgen. Sie können diese weiterverwenden, beispielsweise trocknen und mit Zucker zu Vanillezucker mahlen. Oder einfach die getrocknete Schote in ein Glas mit Zucker legen und ab und zu schütteln. So verteilt sich das Aroma mit der Zeit im Zucker.

– Wenn Sie es lieber frischer mögen, geben Sie ein paar Spritzer Zitronensaft hinzu.

Verwendung von Vanille Sirup

Vanillesirup ist vielseitig einsetzbar. Zum Aromatisieren von Getränken, beispielsweise Kakao, Tee oder Kaffee. Beim Backen können Sie ihn in Ihrem Kuchenteig oder Ihrer Kuchenfüllung verwenden.

Probieren Sie doch mal Pfannkuchen mit Vanille Sirup anstatt Ahornsirup oder geben Sie ihn über Ihr liebstes Eis. Eine weitere Variante wäre es Obstsalat mit dem Sirup zu verfeinern.

Natürlich passt er ebenso zu Pudding oder Grießbrei. Und er macht sich nicht nur gut in Süßspeisen, auch herzhafte Speisen profitieren von dem angenehmen Aroma der Vanille. Beispielsweise als Zugabe zu einem Salatdressing.

Mit einem individuell verzierten Etikett eignet er sich hervorragend als kleines, mit viel Liebe zubereitetes, Geschenk.

Was ist Vanille?

Die Vanilleschoten sind die Früchte der Orchideengattung „Vanilla“. Es gibt um die 110 Arten, an 15 von ihnen wachsen die uns bekannten Vanilleschoten. Botanisch korrekt handelt es sich nicht um Schoten, sondern um Kapselfrüchte. Die Vanille rankt an Bäumen empor. Aus den wunderschönen gelben Blüten wachsen später die Kapseln.

Die Vanille war in Mexiko lange vor der europäischen Entdeckung bekannt. Unter dem Namen Cacixanatl, was so viel wie tiefgründige Blume bedeutet. Am liebsten kombinierten die Mexikaner Vanille mit Kakao.

Die Spanier waren die ersten Europäer, die die Vanille verwendeten. Hier war sie den Reichen vorbehalten. Erst 1810, mit der Unabhängigkeit Mexikos, wurde die Vanille weiterverbreitet. Die Franzosen brachten Sie auf die Insel La Réunion. Diese Insel hieß damals Île Bourbon, daher kommt der Name Bourbon Vanille.

Die Vanille wird heute hauptsächlich in Madagaskar und Indonesien, auf Plantagen, angepflanzt.

Bis zu 30 Zentimeter lang sind die Kapselfrüchte, dieser Orchidee. In den Anbaugebieten fehlen die natürlichen Bestäuber, eine bestimmte Bienenart und Kolibris. Deshalb müssen die Blüten von Hand bestäubt werden. Kurz vor der Reife, noch in gelbgrünem Zustand, ernten die Vanillebauern die Kapselfrüchte. Ihr uns bekanntes Aroma bekommen sie erst nach einem zeit- und arbeitsintensiven Verfahren. Vor diesem Verfahren enthalten die Kapselfrüchte eine Vorstufe des Vanillins. Nach den speziellen Trocknungs- und Fermentationsverfahren verwandelt es sich in Vanillin. Das typische Vanillearoma. Nun hat die Vanilleschote die äußere Erscheinung, wie wir sie kennen.

Geschätzt wird sie wegen ihres Aromas. Die verschiedenen Vanillesorten unterscheiden sich in ihrem Geschmack. Vanille aus Madagaskar und La Réunion hat ein intensives und harmonisches Aroma. Mexikanische Vanille ist dezenter und süßlicher im Geschmack. Einen besonders blütenartigen Duft hat hingegen die Vanille aus Tahiti und den westindischen Inseln.

Verwendung findet sie in vielen Bereichen. Beispielsweise in der Küche, in der Kosmetik, in Parfum und Spirituosen. Oft wird Sie genutzt um den Geschmack oder den Geruch von Produkten zu verbessern, auch in der Medizin. Aber wussten Sie, dass die Vanille als Heilpflanze diente? Sie wirkt leicht anregend und belebend. Zudem hat sie verdauungsfördernde Eigenschaften und stärkt die Gallenproduktion.