Rhabarber Sirup

Der fruchtig Herbe

Der Rhabarber lässt sich der Pflanzenfamilie der Knöterichgewächse zuordnen und stammt ursprünglich aus der Mongolei bzw. dem südöstlichen Sibirien. Seit etwa 300 Jahren ist er aber auch in den Gärten Europas zu Hause.
Die gehäuteten und gekochten Blattstiele des Rhabarbers erfreuen sich einer großen Beliebtheit, denn man kann damit diverse Köstlichkeiten wie fruchtiges Kompott oder schmackhafte Marmelade kreieren. Sie verleihen Ihren Speisen damit die typisch fruchtig-saure Note, die den Rhabarber so einzigartig macht.
Ein weiterer Pluspunkt des Rhabarbers ist es, dass er nur wenige Kalorien enthält. Gerade im Sommer halten Sie damit eine schlanke Linie.

Rhabarber Sirup selber machen

Das folgende Rezept ergibt etwa eine Portionsgröße von 800 ml und beansprucht circa 30 Minuten Ihrer Zeit.
Sie benötigen die folgenden Zutaten:
– etwa 650 g Rhabarber (vorzugsweise (vorzugsweise Himbeer- oder Erdbeer-Rhabarber
(Sie sollten nach dem Putzen eine Menge von 500 g Fruchtfleisch haben)
– 250 g Zucker
– 50 g Vanillezucker
– Saft von ½ Zitrone

Weiterhin benötigen Sie gut verschließbare und sterilisierte bzw. heiß ausgespülte Flaschen.

Schritt 1:
Waschen und Putzen Sie den Rhabarber und schneiden Sie diesen in fingerdicke Stücke.
Schälen Sie den Rhabarber aber nicht, da sonst die schöne rote Farbe verloren geht.
Bringen Sie ihn mit ¼ l Wasser im Topf zum Kochen und lassen Sie den Rhabarber bei mittlerer Hitze 10 Minuten kochen, bis sich ein weiches Mus ergibt.
Gießen Sie dieses Mus durch ein feinmaschiges Sieb, wobei Sie den Saft auffangen.
Pressen Sie die Rhabarberstückchen mit einer Schöpfkelle oder durch ein Geschirrtuch vollständig aus, sodass möglichst viel Saft gewonnen wird.

Schritt 2:
Geben Sie den Rhabarbersaft zurück in den Topf. Fügen Sie nun Zucker, Vanillezucker und wahlweise Zitronensaft hinzu. Lassen Sie die Zutaten unter gelegentlichem Rühren weitere 5 Minuten köcheln.




Schritt 3:
Füllen Sie den Rhabarbersirup nun in die Flasche ab.
Verschließen Sie die Flasche gut und stellen Sie diese circa 10 Minuten auf den Kopf. Lagern Sie Ihre Rezeptur an einem dunklen und kühlem Ort. Sobald die Flasche geöffnet wurde, sollte diese unbedingt in den Kühlschrank gestellt und innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Geöffnete Flaschen unbedingt in den Kühlschrank stellen und innerhalb weniger Tage verbrauchen.
Übrigens macht der Zitronensaft Ihren Sirup etwas haltbarer. Viele mögen den sauren Geschmack jedoch nicht, weshalb Sie diesen bei Bedarf auch weglassen können.

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Verwendung von Rhabarber Sirup

Ihren Sirup können Sie je nach gewünschter Intensität mit Leitungs- oder Mineralwasser aufgießen. Genießen Sie Ihr Erzeugnis als erfrischende Limonade auf Eis.
Kreieren Sie Ihre spritzige Rhabarber-Schorle oder peppen Sie die tollsten Sommer-Cocktails damit auf.
Ein wahres Highlight ist auch ein Rhabarber-Secco-Drink, wofür Sie Secco, 2 – 3 Blättchen Minze und eine Zitronenscheibe benötigen.
Doch nicht nur für erfrischende Sommergetränke, wie man Sie inzwischen in vielen Straßencafés finden kann, bietet sich der selbstgemachte Rhabarber Sirup an.
Verfeinern Sie damit Ihren Quark, Joghurt, Eis oder sogar Ihre Vinaigrette.
Ganz gleich was Sie mit Ihrer Eigenproduktion vorhaben, Sie können damit natürlich auch anderen Menschen eine große Freude machen. Hübsch verpackt ist er das perfekte Mitbringsel für die nächste Gartenparty, ein Picknick oder ein Grillfest mit Freunden und Familie.

Heilwirkung von Rhabarber

In der Heilkunde verwendete man einst lediglich die Wurzeln des Rhabarbers. Darin sind abführende Wirkstoffe und zahlreiche Glykoside enthalten. Allerdings ist hier auch Sorgfalt geboten, denn die Wurzeln sollte man nicht über einen längeren Zeitraum als Abführmittel nutzen. Der Rhabarber kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden. Ein weiteres Merkmal dieser Nutzpflanze ist der hohe Gehalt an Vitamin- und Mineralstoffen, von denen der menschliche Organismus nur profitieren kann.

Dazu gehören:

  • Vitamin C (fängt freie Radikale im Körper ab und stärkt das Immunsystem)
  • Vitamin K (kontrolliert die Blutgerinnung und aktiviert die Knochenbildung)
  • Magnesium (wirkt entzündungshemmend und ist am Muskelaufbau beteiligt)
  • Kalium (reguliert unter anderem den Wasserhaushalt)
  • Eisen (ist für den Sauerstofftransport und Energiestoffwechsel verantwortlich)
  • Phosphor (wichtiger Mineralstoff für die Festigkeit von Knochen und Zähnen)
  • Jod
  • Apfel- und Zitronensäure
  • Pektin
  • Gerbstoffe
  • Glykoside
  • ätherische Öle

Demnach stärkt Rhabarber also Ihr Immunsystem und hilft Ihnen im Winter beispielsweise bei der Vorbeugung einer Erkältung. Rhabarber hat außerdem eine blutreinigende Wirkung und ist förderlich im Rahmen einer Entschlackung.

Kontraindikationen von Rhabarber

Vorsicht: Wer an Rheuma- und Gicht, sowie Gallen- oder Nierensteinen leidet, sollte auf den Genuss von Rhabarberprodukten verzichten.
Auch die Blätter des Rhabarbers dürfen auf keinen Fall verzehrt werden, da sie zu heftigen Vergiftungen führen können.